Pünktlich um 7.45 Uhr standen alle Mitfahrer unseres Busses am Parkplatz des MBC. Weitaus früher in die Pötte waren bereits unser Clubwirt Lothar und seine Pia gekommen. Sie haben uns mit tollen belegten Brötchen für die Fahrt nach Wilhelmshaven versorgt. Herzlichen Dank, hat klasse geschmeckt. Minutengenau ging um 8 Uhr die Reise in den Norden los. Etwas verwundert waren wir über die Reiseroute unseres Busfahrers Konrad über die rechtsrheinische Seite, was sich aber im Nachhinein zeitlich als großes Plus mit wenig Stau herausstellen sollte.

wappenfregatte

Unsere Bianca, die wirklich nichts dem Zufall überlassen hatte, versorgte uns mit Informationen über den Ablauf des Aufenthalts. Und nicht nur das. Auch mit der Versorgung von  Getränken und Essen war sie stets zu Gange. Gefühlte 50% des Weges nach Wilhelmshaven war sie wohl mehr zu Fuß auf dem Weg.

Nach  3 Pausen kamen wir gegen 17.30 Uhr im Hotel Kaiser an, wo wir bereits von einigen Selbstfahrern, u.a. von unserem Vorsitzenden freudig empfangen wurden. Nach einem schnellen Einchecken im Hotel ging es gegen 19 Uhr mit dem Bus zum gemeinsamen Abendessen „An Bord“. Nein, nicht auf eine Schiff, aber der Name der Lokalität war so, wenn auch das innere des Lokals an die Aufmachung eines Schiffes erinnerte. Die Essen hatte unsere Bianca bereits vormittags telefonisch aus dem Bus geordert. Das Essen war super, das Personal wohl eher etwas überfordert. Im Lokal bekamen wir auch den ersten Kontakt zur Marine. Extra für uns wurden zwei Marinesoldaten zur Betreuung abgestellt. Ich glaube eher, man war gespannt auf Bianca, die wohl in den letzten Wochen und Monaten die halbe Crew der „Fregatte Karlsruhe“ in Aufruhr gebracht  hatte.

Gegen 22 Uhr fuhren wir mit dem Bus zurück Richtung Hotel. Unser Busfahrer musste wegen der Einhaltung der Lenkzeiten spätestens um 22.15 den Bus abgestellt haben. Auch hier wurde das Problem sozusagen mit einer Punktlandung gelöst. Ein Teil der Mitfahrer machte den Rückweg zu Fuß. Sie wurden mit einem wunderschönen Spaziergang in lauer Nacht mitsamt Feuerwerk dafür belohnt.

Später traf man sich noch auf ein oder anderes „Absackerle“ in einer Kneipe nahe dem Hotel. Hier wurde noch in den Geburtstag unseres Gerhard Ast hinein gefeiert. Die letzten Getränke wurden dann wohl anscheinend in der Hotelbar eingenommen.

Trotz dann wohl vorgerückter Stunde waren am Samstagmorgen alle pünktlich zum Frühstück, hieß es doch, das um 9.15 die Abfahrt zum Marinestützpunkt auf dem Programm stand. Dort angekommen wurden wir freundlich von einigen Marines in Empfang genommen und wurden dann zu einer Rundfahrt mit einer Barkasse durch den Marinehafen eingeladen. Bei herrlichem Wetter haben wir die Rundfahrt genossen. Danach ging es noch ein Stück mit dem Bus weiter zum Anlegehafen der „Fregatte Augsburg“, welche uns als Besichtigungsersatz angeboten wurde, da die „Karlsruhe“ kurzfristig wegen eines verlängerten Aufenthaltes in der Werft in Bremerhaven nicht zur Verfügung stand. Dort trafen wie auch auf den Freundeskreis der „Fregatte Karlsruhe“. Vom Kommandanten der „Karlsruhe“ wurden wir hier auf das allerherzlichste begrüßt. Neben freien Getränken konnten hier auch einige Erinnerungsstücke der „Fregatte Karlsruhe“ erworben werden. Danach ging es in mehreren Gruppen zu einer Besichtigung der Fregatte. Sowohl Marines der „Fregatte Karlsruhe“ als auch der „Augsburg“ standen uns für Erklärungen und die Besichtigung zur Verfügung. Wohl sichtlich beeindruckt was ein solches Schiff alles zu bieten hat und welche technischen Möglichkeiten bestehen war mancher sichtlich erschlagen von der Informationsvielfalt.

Schiff

Nach der Verabschiedung bei der „Fregatte Augsburg“ ging es mit dem Bus weiter nach Hooksiel, einem kleinen touristischem Örtchen in wenigen Kilometern Entfernung zu einem gemütlichen Spaziergang mit Kaffee und Kuchen oder Heringsbrötchen, manche auch mit beidem, im Ort oder teilweise direkt am Stadthafen. Dabei haben wir den Umgang mit „Moin, moin“ und „Jou“ gelernt.

Unsere Jugend und auch ein Teil der Älteren zog es hingegen an den Strand der Nordsee. Wollte man dort doch mal zuschauen wie man Wasserski fahren könnte, wenn man es könnte.

Um 17 Uhr ging es vom vereinbarten Treffpunkt zurück ins Hotel, es stand ja für den Abend noch weiteres auf dem Programm.

Gegen 18.30 fuhr ein Teil der Gruppe mit dem Bus in die Stadthalle Wilhelmshavens zum Galaabend anlässlich des 30-jährigen Jubiläums dieser „Fregatte Karlsruhe“. Neben weiteren geladenen Gästen wurden auch der MBC herzlich willkommen geheißen. Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, Herr Wolfram Jäger, sowie der Bürgermeister der Stadt Wilhelmshaven und der Fregattenkapitän der „Karlsruhe“ , Herr Christian Clausing, gaben einen kurzen und kurzweiligen Überblick über das Schiff und die lange Verbundenheit zur Stadt Karlsruhe, ins besonders dem Freundeskreis. Den Abschluss der Ansprachen beendete der Geschäftsführer des Freundeskreises, Helmut Barz, der liebevoll von den Vorrednern als Admiral der Stadt Karlsruhe betitelt wurde mit einen dreifachen „ Batterie Feuer“. Und siehe da, sämtliche der rund 400 Anwesenden machten mit.

Nach einem herrlichen und gut organisierten Büffet konnte das Tanzbein geschwungen werden. Einzig die Temperatur in der Stadthalle konnte einen davon abhalten den Weg Richtung Tanzfläche zu gehen. Zu späterer Stunde verabschiedeten wir uns von den Verantwortlichen der Marine, wollten wir uns doch noch mit den anderen treffen um den Ausklang der Abends bzw. der Nacht gemeinsam zu verbringen.

Wir zu erfahren war, hatten diese ein hervorragendes Essen im Restaurant „Banter Ruine“ eingenommen. Wir wurden dort mit einem herzlichen „Moin, moin“ begrüßt. Teils im Lokal, teils auf der Terrasse sitzend wurde es noch ein sehr gemütlicher und langer Abend. Unser Vorsitzender, Holger Zimmermann, hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits verabschiedet, das er noch einen Besuch in Oldenburg vorhatte. Das konnte uns aber nicht daran hindern, ihn um Mitternacht telefonisch aus dem Bett zu schmeißen und ihm ein Geburtstagsständchen zu singen. Auf diesem Wege nochmals alles Gute.

Nach einem kleinen Spaziergang durch die Nacht ging es dann später zurück ins Hotel.

Nach einem guten Frühstück ging es dann am Sonntagmorgen wieder heimwärts mit dem Bus nach Karlsruhe. Unser Busfahrer Konrad brachte uns sicher zurück zum MBC, wo dann noch teilweise das letzte Abschiedsbierchen von diesem schönen und erlebnisreichen Wochenende getrunken wurde. Sicher werden uns diese Tage noch lange in positiver Erinnerung bleiben.

Hier nochmals ein ganz tolles und herzliches Dankeschön an die Organisatorin der gesamten Fahrt, Bianca Hein.

Bianca, das war einfach Klasse und lässt sich nur mit einem Dankeschön nicht abtun.

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Jörg Hasselberg